Mein zweiwöchiger Aufenthalt in Bristol. Beschreibung der Anreise, des Aufenthalts und der Abreise.
Zwei Wochen Bristol sind nun um. Die Zeit des Aufenthalts verging wie im Flug. Klar, zwei Wochen sind auch nicht so viel Zeit und trotzdem bleiben einige Eindrücke. Daher zunächst ein kurzer Abriss über die Anreise, den Aufenthalt und die Abreise zurück nach Deutschland.
Gestartet bin ich in Frankfurt am Main am Vortag des ersten Schultags. Theoretisch hatte ich einen Direktflug der Lufthansa, Praktisch ist die ausführende Airline kurz vorher Pleite gegangen, weshalb Bristol aus Frankfurt nicht direkt angeflogen worden ist. Somit ging die Reise zunächst nach London und dann per Bus weiter nach Bristol. Ursprünglich war für die Reise eine Reisezeit von 1:45h angesetzt aus der dann etwa 7 h wurden. Angekommen bin ich in Bristol abends gegen 20 Uhr Ortszeit. Der Weg vom Busstop bis zur Unterkunft wurde mir von der Kartenapp mit 25 min angezeigt.
Was diese jedoch verschwiegen hat, Bristol liegt auf einem Hang und alle Straßen, die die Bezeichnung „Hill“ im Namen tragen, befinden sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch auf diesem Hang. Generell hat Bristol eine starke Hanglage und wird auf einer der Seite von einem breiten Tal abgegrenzt. Über dieses Tal führt eine Brücke. Diese stellt, neben der Kathedrale, auch schon eine der beiden wirklichen Sehenswürdigkeiten dar. Weiterhin gibt es für schönes Wetter einige Parks aber ansonsten nicht allzu viele Sehenswürdigkeiten.
Durch die Hanglage wurden mit dem schweren Gepäck doch nochmal knapp 40 Minuten weg aus den veranschlagten 20 Minuten.. Das Haus war zum Glück aber relativ gut zu finden und vor Ort wartete schon der Betreuer der Sprachschule zur Schlüsselübergabe. Hier sollte erwähnt werden, dass ich mich gegen eine Gastfamilie und für Self-Catering entschieden hatte. Untergebracht waren wir in einem Stadthaus, das etwa 200 Jahre alt war.
Schlecht isolierte Fenster, bröselige Wandfarben aber hohe Decken und ein Kamin im Zimmer bestimmten das Bild der Räume. Neben mir haben in dem Gebäude noch 9 weitere Schüler der Sprachschule gewohnt, mit denen es galt, die Küche und die Waschräume zu teilen. Jedes Zimmer beinhaltete ein Waschbecken und eine Dusche. Die Leute waren sehr gut durchmischt, was ihre Nationalität anging, welches mir wichtig war, damit man nicht in alte Sprachmuster in der Muttersprache verfällt.
Der erste Schultag begann am nächsten Tag erst einmal mit einem Einstufungstest. Dazu wurden 100 Ankreuzfragen, ein handschriftlich geschriebener Test über das, womit man sich am besten auskennt, sich selbst sowie ein kurzes Gespräch geführt. Anschließend gab es eine Stadtführung und nach dem Mittagessen die erste Unterrichtsstunde.
Der Unterricht fand in sehr angenehmen Klassengrößen statt. Das Maximum in der Klasse waren 9 Leute, ich hatte aber auch zeitweise nur 5 im Kurs. Das Klima ist sehr gut und die Schule gibt sich viel Mühe die Schüler beim Namen zu nennen und ein persönliches Verhältnis zu wahren. Die Lehrer machten ebenfalls einen sehr erfahrenen, aber auch professionellen Eindruck und haben sich stets für ein gutes Klima in dem Kurs eingesetzt. Unterrichtet wird, wie man es aus der Schule kennt, wenn gleich komplett auf englisch, was der Effektivität des Unterrichts von Vorteil ist. So verging die erste Woche sehr schnell mit jeweils 6 h Unterricht pro Tag, also 28 Wochenstunden , weil Freitag nur bis 12 Uhr unterrichtet wurde. Jeweils am Freitag besteht für jeden Schüler die Möglichkeit, sich mit dem Lehrer über seinen persönlichen Stand auszutauschen.
Nach dem Unterricht gab es stets ein von der Schule konzipiertes „Social Program“. Beinhaltet hat dieses z.B. ein wöchentliches Treffen als „Debattierklub“, Unterstützung bei simulierten Bewerbungsgesprächen aber auch Partys und am Wochenende Touren in andere Städte wie Cardiff, Bath oder London.
An ebenso einem Trip hatte ich dann auch am Samstag teilgenommen. Mit dem Bus startete die Tour morgens um 9 Uhr an der Schule und um 10 waren wir in Bath. Dort starteten wir mit einer Stadtbesichtigung, hatten dann individuelle Zeit fürs Mittagessen und haben im Anschluss das römische Bad in Bath besucht. Nach diesem Besuch bestand nochmal Zeit um individuell, ich bin z.B. mit einer kleineren Gruppe losgezogen, die Stadt zu besichtigen. So haben wir uns durch die Gassen getastet und dann im Park die restliche Zeit verbracht. Um 18 Uhr fuhren wir dann wieder zurück. Der Sonntag war frei.
Die Zweite Woche verlief vom Unterricht her wie die erste. Zwar hatte ich in der zweiten ein anderes Sprachniveau und damit in eine andere Klasse gewechselt, für den Unterricht hat das jedoch keine Rolle gespielt. In der zweiten Woche ging es mir leider nicht so gut, um an Teilen des Social Programms teilzunehmen, jedoch hätte auch hier wieder die Möglichkeit bestanden, mit Schülern der Schule zum Bowlen oder zu einem Barabend zu gehen. Am Ende der Woche fand nochmals ein Abschlussgespräch sowie ein Abschlusstest statt,um seinen persönlichen Lernfortschritt über die Zeit in der Bristol Language School zu sehen. Bei einer längeren Zeit als 2 Wochen sicherlich sinnvoll. Beim Checkout aus der Selbstverpflegungswohnung war das Zimmer stubenrein zu übergeben. Am nächsten Tag nach dem letzten Schultag startete ich dann wieder über London mit Bussen des „national expresses“ meine Rückfahrt und bin dann gegen 21 Uhr in Berlin gelandet. Letztlich bleibt zu sagen, dass ich für die beiden Wochen an Lebensmittelkosten etwa 50 Pfund pro Woche ausgegeben habe und dabei noch 3x essen gegangen bin. Jedoch sollte das mitgenommene Taschengeld gerade im Hinblick auf mögliche Komplikationen bei der an und Abreise eine größere Summe umfassen.