"When a 'women' is tired of LONDON,.."

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London 2013.
"Why, Sir, you find no man, at all intellectual, who is willing to leave London.
No, Sir, when a man is tired of London, he is tired of life; for there is in London all that life can afford."
- Samuel Johnson, 1777 -

London 2013.

"Why, Sir, you find no man, at all intellectual, who is willing to leave London.

No, Sir, when a man is tired of London, he is tired of life; for there is in London all that life can afford."

 - Samuel Johnson, 1777 -

Ich bemerkte, dass mein Englisch nicht mehr so flüssig war, wie ich es in Erinnerung hatte. Bevor ich jedoch meinen Master im Bereich Medien beginne, sollte sich dies schleunigst ändern.

Schließlich, und das wissen wir alle, ist es ein unumgängliches Muss sich problemlos mittels der Englischen Sprachen in aller Welt kommunizieren zu können

Da mir der Akzent des 'american english' weitestgehend missfällt, ich im Britischen aber einen gewissen Charme finde, der mir sogleich ein Lächeln ins Gesicht zaubert, stand die Entscheidung schnell fest:



4 Wochen London.

Spontane Entscheidung. Spontane Buchung. Und dennoch hat alles super geklappt. Gleich haben sich seitens GLS und auch der Sprachschule EC in London alle bemüht meinen kurzfristigen Plan noch umzusetzten.

Alles wunderbar. Flug gebucht und fünf Tage nach dem ersten Gedanken an einen Sprachkurs in London war ich dort. 

In Gatwick gelandet, machte ich mich gleich mit dem Transfer Express Richtung 'Victoria Station', da meine vorangegangenen Recherchen mir sagten, von hier aus komme ich überall hin... 

Der Ausblick aus dem Zug lässt verlauten:

Herzlich Willkommen in England. Wolken, Regen und verklinkerte Industriearchitektur -  wie im Bilderbuch.

Doch wusste ich so wenigestens, ich bin richtig. Was sich abermals bestätigte als ich vom Regen druchnässt meine Unterkunft nahe der Tube 'Turnpike Lane' fand und mich ein Zimmer im britischen Touriambiente erwartete, mit einem Blick über die Dächer der Reihenhäuser und Gärten, ganz nach englicher Manier. Es hatte aufgehört zu Regnen.

Die Sonne ging unter und ganz nach meinem Gusto wurde mir (zum Glück) kein typisch englisches Gericht aufgetischt.

Voller Erwartung auf den morgigen Tag, meinem ersten 'Schultag' schlief ich, müde wie ich war, ein.

Auch wenn ich das Gefühl hatte, keiner wusste mir bei der Suche nach dem Weg so richtig zu helfen, ist hier definitv festzuhalten, dass die Briten ein sehr freundliches und hilfsbereites Volk sind, welches ab und an recht gerne plaudert. 

Dennoch war es letztendlich ganz einfach - Piccadilly Line, einmal umsteigen Victoria Line und "zack" war ich in Euston Station von wo aus die Schule ganz leicht zufinden war. 

Obwohl ich, aufgrund meiner sehr kurzfristigen Buchung, eine Unterkunft (Gastfamilie mit Halbpension) in Zone 3 bekommen hatte, war meine Anreise zu Schule und Zentrum, im Verhältnis zur Größe Londons, ein Katzensprung.

In der Schule angekommen, starteten wir sogleich in den 'Welcome-Day'.

Alle kennenlernen, Alles kennenlernen.

Das junge Team machte gleich einen super sympathischen Eindruck und jeder war motiviert Englisch zu sprechen.. Wo man so herkommt, wie anstrengend doch die Reise war, wie die Unterkunft so ist und was dem ein oder anderen schon kurioses auf dem morgendlichen Weg zu Augen gekommen ist. 

Mir beispielsweise eine Horder junger, nicht schlecht anzuschauender, junger Männer im Suit, die sich auf dem Weg zur Arbeit nicht wollten nehmen lassen, eine Runde Phantomie in der Underground zu spielen und dabei möglichst viele Mitreisende zu involvieren.

Nach einem Eingangstest zur Aufteilung in die Kurse und dem obligatorischen Orga-Geschichten, gings auf eine Erkundungstour der nähren Umgebung, die, wie soll es anders sein, in einem Pub zum begrüßenden 'Cheers' endete.

Anfangst wollte ich einen TOEFL-Test in England ablegen. Da sich jedoch rausstellte, dass ich diesen nicht benötigte, war ein Wechsel in einen anderen Kurs kein Problem und am nächsten Tag konnte ich mich bereits mir spannendern Themen als internationalen Zertifikaten für Masterprogramme und Jobs auseinandersetzen.

Und dann meinem Alltagsenglisch via Sightseeing per Fuß auf die Sprünge helfen..

Trafalgar-Square und British Museum gleich zu Beginn ein Muss:

Recht schnell findet man dann jedoch auch heraus, das dieser Ort nicht nur tagsüber ein absolutes Epizentrum für Stadttouristen ist, sondern auch nachts zu einem der wichtigesten Umschlagsorte auf dem nach Hause Weg wird. An den etlichen Busstations rund um Trafalgar-Square findet wohl ein jeder den Bus, der ihn ins Bettchen bringt ;)

Natürlich folgten in den nächsten Tagen noch weitere Besuche alla 'ich lese Reiseführer und habe in der Schule mal gelernt was es so sehenswertes in Englands Hauptstadt gibt'..

Als da wären:

Buckingham Palace, exklusiv mit klassischen Caps im Vordergrund..

Und selbstverständlich ein Grenadier Guard..

Aber auch Big Ben und Houses of Parliament sind mal zu besichtigen..

Doch für mich persönlich, gab es an jeder Ecke, in jedem der so durch London läuft ein bisschen Sightseeing.

Eine atemberaubende Vielfalt beherrscht die Stadt, die sich besonders verrückt in Camden Town, Covent Garden oder auch in Notthing Hill für mich gezeigt hat. Neben all den kuriosen Momenten und Menschen die man natürlich in der Tube trifft.

Besonders spannenden, und ich denke nicht wenig förderlich für mein Englisch, war es in den (überteuerten) Cafés zu sitzen und mir die verschiedensten Akzente und Slangs der englischen Sprache anzuhören. Gleichzeitig merke ich, wie ich diese immer besser unterscheiden lernte.

Die unterschiedlichen 'Dialekte' habe ich auch bei den Lehrern in der Sprachschule als sehr hilfreich empfunden. Eine Sprache ist nicht linear und man kann sie nicht einfach Wort für Wort auswendig lernen. Immer wieder andere Sprachstile und Ticks ihrere Sprecher zu hören, hat mein Englisch auf jeden Fall ein wenig mehr natürlicher und authentischer werden lassen. Solche Facetten und Details im Lernen/Verbessern einer Sprache, so denke ich zumindest, kann man nur im Ausland und im Umgang mit Muttersprachlern erleben.

Daher, so fragwürdig es klingt, kann ich auch nur jeden Besuch in den etlichen Pubs, die London bietet, wärmstens empfehlen. Von klein und kautzig bis riesig zu einer Art Massenabfertigung findet man hier alles an 'Kneipe', was man sich so denken kann.

Ob in Camden oder Covent Garden, ob Live Musik oder Karaoke, ob Ale, Porter oder wie auch immer, es lohnt auf jeden Fall diese ganz eigene, so oft adaptierte Kultur vor Ort zu erleben..

Doch um nun meine Highlights zu resümieren.

Ich habe mich in den Portobello Market, jeden Samstag in Notthing Hill, verliebt und ich muss gestehen, ich war auch jeden Samstag der mir möglich war dort. Es gibt allerlei Kram zum stöbern und gucken und viele bunte Menschen, leckeres Essen aus aller Welt und Blumen und Krimskrams und Musik und Kuriositäten. Dabei fällt mir auf, dass ich scheinbar so sehr mit herumschauen beschäftigt war, sodass ich nicht ein Foto von diesem Markt gemacht habe. Ups.

Aber von Hampstead Heath gibt es Bilder. Ein wunderbarer Park im Norden der Stadt und man glaubt, nicht mehr in einer Millionen Stadt zu sein. Das schöne, der Park hat viele natürliche und nicht begradigte Pfade und Weg, er ist riesig und man verliert sich darin wenn man möchte. Sobald die Sonne scheint mehr als empfehlenswert, aber auch bei stereotypem britischem Wetter mit Regen und Strum ein spannender Ort.

Dann auf jeden Fall auch ein kostenloser Besuch im Tate Modern, gleich am Ufer der Themse (für alle die, die halbwegs gerne in Museen gehen)

Perfekt für einen Nachmittag bei Wetter wie diesem: 

Alles in allem hatte ich eine sehr gute Zeit, habe mich in meiner Unterkunft sehr wohl gefühlt und auch jetzt noch Kontakt mit meiner 'Hostmum', das Gefühl mein Englisch voran gebracht zu haben, bestätigt sich nun während meines Masters und von den wertvollen Erfahrungen und tollen Menschen, denen ich begegnet bin, möchte ich garnicht erst anfangen :) 

Wer nach London fährt sollte lieber ein bisschen zu viel Taschengeld mitnehmen als zu wenig, aber das verrät einem auch jeder andere.

Ansonsten lernt man die englische/britische Art schnell lieben und der kauzige Charme, das miese Wetter und der schlechte Kaffee (die wissen nämlich scheinbar nicht was das ist) wachsen zu einer tollen Erinnerung zusammen. Wenn nicht sogar die ein oder andere Freundschaft lange weilt oder der ein oder andere Traum nach dieser Stadt gewachsen ist..

Absolut empfehlenswert!

P.S.: Hört sich vielleicht komisch an, aber ich war sehr froh, dass so wenige Deutschsprachige die Sprachschule besucht haben. So musste man einfach Englisch sprechen und hat viele interessante Menschen und Kulturen getroffen.

P.P.S. Informationen zu den Sprachreisen nach London und England überhaupt findet ihr auf der GLS Website.