Uma semana em Lisboa

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Schon seit vielen Jahren fahre ich immer wieder nach Lissabon. Diese Stadt mit ihrem unvergleichlichen Licht, das sich in der Vielzahl von Azulejos bricht, fasziniert mich. Nun hatte ich dank eines Sprachkurses die Möglichkeit, mich eine Woche lang wie eine Lisboeta zu fühlen. Und mein eher zusammengeklaubtes Portugiesisch aufzubessern.

Azulejos - wo immer man in Lissabon hinblickt. Hier an einer Kirche in Principe Real. 

Ich bin Ende Oktober nach Lissabon geflogen. Da ich die Stadt auch bei Regen kenne und weiß, dass sich in den nassen Gassen der Stadt auch schnell Melancholie breitmachen kann, war ich etwas besorgt, das Wetter könnte nicht mitspielen. Zwar hatte ich gegen Ende des Aufenthalt zwei Tage Regen, aber die restliche Zeit war von strahlendem Sonnenschein erfüllt. 

Und so konnte ich die Zeit nach dem Sprachkurs (mit angenehmen Zeiten von 10 bis 13 Uhr) dazu nutzen, durch die Stadt zu schlendern und mein Portugiesisch auszuprobieren. Hier habe ich eine Portion Esskastanien (quentinhos) in der Baixa, der unten gelegenen Innenstadt Lissabons, gekauft. 

Wenn ich nach Portugal reise, freue ich mich vor allem immer auf den frischen Fisch, den man dort überall genießen kann. Mit einfachsten Zutaten gegrillt und dadurch delicioso.

Ein weiteres Highlight sind für mich die pasteis de nata. Diese mit einer Art Pudding gefüllten Küchlein gibt es zwar mittlerweile auch in Deutschland zu kaufen, in Portugal schmecken sie aber natürlich viel besser. Und so habe ich mir jeden Tag in der Pause des Sprachkurses ein pastel und eine bica ("lissabonisch" für Espresso) gegönnt. Umgeben vom Duft der Esskastanien, wie man auf dem Foto erahnen kann. 

Apropos Sprachkurs: Die Sprachschule liegt in Saldanha, einem geschäftigen Viertel irgendwo zwischen Flughafen und Innenstadt. Bisher kannte ich Saldanha nicht. Umso mehr hat es mir gefallen, mal nicht in den üblichen Ecken von Lissabon unterwegs zu sein, sondern eine neue Gegend - fast ohne Touris - erkunden zu können. Die Sprachschule CIAL liegt direkt an einer vielbefahrenen Avenida. Hier fühlt man sich gleich ein wenig, als würde man in Lissabon arbeiten, so geschäftig ist das Treiben drum herum. Und nach dem Kurs kann man dann in einem der vielen Restaurants oder Tavernen unter lauter Portugiesen Mittagstisch essen. 

Der Kurs selbst hat mir sehr gut gefallen. Entgegen meiner Erwartungen war ich die einzige Deutschsprachige im Kurs. Außer mir gab es noch einen Engländer, eine Italienerin und eine Kolumbianerin. Eine sehr angenehme Mischung. Die Lehrerin hat uns ihre Muttersprache mit viel Freude (und auch etwas Strenge;)) vermittelt. Auch wenn ich nur eine Woche im Kurs war, habe ich doch das Gefühl, einiges mitgenommen zu haben. 

Ich kann nur jedem empfehlen, dem grauen Herbst in Deutschland zu entfliehen und in Lissabon einen Sprachkurs zu besuchen. Bei einem Sonnenuntergang am Tejo kann man die Batterien für den Winter perfekt aufladen.