2 Wochen Super Intensivo Spanischkurs in Málaga

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Ich hatte das große Glück, ein Erasmus+ Stipendium zu bekommen und entschloss mich, dieses in Verbindung mit Bildungsurlaub für zwei Wochen Super Intensivkurs am Malaca Instituto zu verwenden, um mein Spanisch weiter zu verbessern. Außerdem war ich sehr gespannt, nach 14 Jahren (damals verbrachte ich ein Erasmus-Semester in Almería) mal wieder nach Andalusien zu reisen.

Ich hatte schon viel Gutes über das Malaca Instituto gehört und wollte diesen Minicampus nun endlich mal mit eigenen Augen sehen. Ich buchte also die für den Bildungsurlaub erforderlichen 30 Unterrichtsstunden pro Woche (wobei eine Unterrichtsstunde am Malaca Instituto 50min lang ist) sowie ein Einzelzimmer im schuleigenen Hotel Club Hispánico und Frühstück im schuleigenen Restaurant.

Nach einem sehr frühen Flug am Sonntagmorgen kam ich gut in Málaga an, fuhr per Zug und Taxi zur Schule, die sich im noblen Vorort Cerrado de Calderón befindet und konnte glücklicherweise auch gleich einchecken, um eine Siesta zu machen. Das Foto zeigt den Haupteingang zum Club Hispánico. Über Treppen auf der rechten Seite bzw. über einen Durchgang im 5. Stock des Hotels gelangt man zum Schulgebäude nebenan.

 

Ich hatte ein schönes geräumiges Zimmer mit eigenem Bad, Balkon, Fernseher, Kühlschrank und Schreibtisch, um die täglichen Hausaufgaben zu erledigen. ;) Beim Check-in an der Rezeption erhielt ich außerdem Infomaterial für neue Schüler sowie das Freizeitprogramm für die nächsten zwei Wochen. Ich erfuhr, dass es am Sonntagabend um 21 Uhr ein Willkommenstreffen für alle Neuen geben würde.

Die Zeit bis dahin nutzte ich nach meiner Siesta für einen kleinen Rundgang durch den Ort und einen Strandspaziergang inklusive Kaffee.

Über eine steile kurvige Straße gelangt man in ca. 10 Minuten zu Fuß an die Strandpromenade, wo man schön Kaffeetrinken oder essen gehen und je nach Wetter (sonnen)baden kann. Hält man sich links kommt man in das nette Örtchen Pedregalejo mit vielen tollen Tapasbars direkt am Strand. Rechts führt die Strandpromenade ins Zentrum von Málaga, zu Fuß dauert das ca. 30-40 min, man kann sich aber auch überall Fahrräder oder Roller leihen und auch mehrere Buslinien fahren in ca.10min ins Zentrum (die Einzelfahrt kostet 1,30€).

Am Sonntagabend gab es dann eine erste Präsentation für alle Neuen, die mit einem Vino dulce im Restaurant (siehe Foto) endete. Eine gute Gelegenheit, um die anderen Schüler*innen kennenzulernen.

Der Montag begann dann 8:30 Uhr mit einem schriftlichen und mündlichen Einstufungstest. Während die Lehrer*innen die Tests korrigierten, führte uns Rafa (einer der beiden Freizeitkoordinatoren) erst durch die Schule und dann gab es gleich noch eine Stadttour durch Málaga, was sehr hilfreich zur ersten Orientierung war. Zurück in der Schule wurden wir dann alle einzeln aufgerufen und in unsere Klassen gebracht und der Unterricht begann.

Das Malaca Instituto benutzt selbst hergestellte Lehrwerke und ich stieg in der vierten, der letzten Kurswoche des B1 Niveaus ein. Jeden Tag hatte ich 6 x 50min Unterricht mit jeweils 10min Pause dazwischen und 20min Pause nach der dritten Stunde. Morgens begann es mit Grammatik, dann kam abwechselnd Landeskunde, Vokabular, Hörverstehen etc. und die zwei Nachmittagsstunden waren dann freie Konversation. Meistens hatte ich 3 - 4 verschiedene Lehrer*innen pro Tag, wobei man in den ersten beiden Unterrichtsstunden immer seine Hauptlehrerin hat. Die Gruppengröße in meinem Niveau war recht klein, zwischen 2 und 5 Teilnehmer*innen, wobei es in den Nachmittagsstunden andere Teilnehmer*innen als am Morgen waren. D.h. der Unterricht war auch wirklich sehr intensiv mit einer sehr steilen Progression. Zusätzlich dazu gab es jeden Tag Hausaufgaben und eigentlich müsste man wohl jeden Tag noch 1 - 2 Stunden alleine lernen, um mit diesem Tempo und der Fülle an neuem Input auf Dauer mithalten zu können. Die Lehrer*innen waren durchweg alle sehr nett, geduldig und hilfsbereit und man konnte sie jederzeit fragen oder ansprechen, wenn man weitere Erklärungen oder Zusatzmaterialien brauchte. Jeden Freitag gibt es einen Test bzw. am Ende des Niveaus eine größere Niveauabschlussprüfung wie in meinem Fall. Nach dem Bestehen dieser Prüfung war ich dann in meiner zweiten Woche schon im B2 Niveau.

Am Montagabend gab es dann noch einen Aperitivo für alle Neuen und Marta, die zweite Freizeitkoordinatorin, erklärte uns das Freizeitprogramm für die Woche. Es gab ein vielfältiges Angebot bestehend aus Tanz- und Sportkursen, Halbtags- und Ganztagesausflügen in die Umgebung von Málaga, Vorträge zur Geschichte und Kultur Spaniens, Filme, eine Tapastour, eine Bootsfahrt im Hafen uvm.

Auf dem Foto waren wir in dem Bergdorf Frigiliana, was mehrfach den Titel als pueblo mas bonito de España gewonnen hat.

Ausblick vom Balcón de Europa in Nerja.

Ein wichtiger Bestandteil der spanischen Kultur ist natürlich auch das Essen. Im Restaurant der Schule selbst gab es zu jeder Mahlzeit ein üppiges Selbstbedienungsbuffet, was keine Wünsche offen ließ.

Auch auf die Gesundheit der Schüler*innen wurde geachtet. ;)

Das Tapasessen durfte natürlich auch nicht zu kurz kommen. So schlemmten wir uns fast jeden Abend durch eine andere der zahlreichen Tapasbars in Málaga.

Sogar ein Centre Pompidou gibt es in Málaga! ;)

Mein Fazit nach zwei Wochen: Málaga ist eine tolle und l(i)ebenswerte Stadt mit viel Kultur, Shoppingmöglichkeiten, sehr guten Restaurants und Bars, Strand uvm. Ein super Ort also zum Spanischlernen! Gern wäre ich noch für die Semana Santa dageblieben! Und das Malaca Instituto hat seinen guten Ruf wirklich verdient: ein toller Campus mit allem, was man als Sprachschüler*in braucht, die Lehrer*innen und sonstiges Personal sind äußerst nett und hilfsbereit und es ist wirklich leicht, mit anderen Schüler*innen in Kontakt zu kommen und neue Freundschaften zu schließen. Es waren zwei volle und intensive Wochen und in kürzester Zeit habe ich sehr viel gelernt.

¡Hasta la próxima!