Welcome to Miami

Reportage von
Gast

Als ich mich für ein Praktikum im Ausland entschied, standen die USA als Destination für mich außer Frage - bei der Wahl der Stadt konnte ich mich zwischen den vielen aufregenden Orten der USA nicht recht entscheiden. Meine Wahl fiel auf Miami und ich bereue diese Entscheidung keine Minute!

1. Welcome to Miami!

Als ich mich für ein Praktikum im Ausland entschied, standen die USA als Destination für mich außer Frage - bei der Wahl der Stadt konnte ich mich zwischen den vielen aufregenden Orten der USA nicht recht entscheiden. Meine Wahl fiel auf Miami und ich bereue diese Entscheidung keine Minute! Im Reiseführer las ich vor meiner Reise „Miami ist Miami Beach und Miami Beach ist South Beach“, was sich auch als wahr herausstellte. Mit meiner Unterkunft, der Schule und dem Arbeitsplatz direkt in South Beach konnte dieser Aufenthalt auch eigentlich nur so toll werden, wie er es war!

Ungefähr 2 Monate vor Antritt meiner Reise buchte ich meinen Hin- und Rückflug für ca. 630 € (mit Iberia und Zwischenstopp in Madrid) und für die ersten zwei Nächte ein Bett in dem International Hostel direkt in Miami Beach (http://www.hostelmiamibeach.com). Da ich einen Tag vor dem Independence Day am 4. Juli anreiste, war dies der perfekte Ort, um Leute zum Feiern dieses Tages zu finden. Direkt an der Neunten und Collins Avenue gelegen, bot das Hostel generell einen perfekten Anlaufpunkt, um Miami Beach kennen und lieben zu lernen. Parallel zur Collins Avenue verläuft der Ocean Drive, welcher nicht nur, wie der Name bereits sagt, die Straße direkt am Strand, sondern auch die Straße mit den meisten Restaurants, Bars und Souvenir-Shops ist. 

Der 4. Juli: Miami-Cappi und USA-Tuch durften nicht fehlen ;-)

2.   Unterkunft

„The Loft“ sieht von außer leider etwas schöner als von innen aus

Nachdem für den von mir gebuchten Zeitraum keine Gastfamilie in Miami zur Verfügung stand, habe ich mich bei der Unterkunft für ein Bett im Doppelzimmer im sogenannten „The Loft“ an der Neunten und Collins Avenue entschieden. Von der Lage her und auch auf den ersten Blick war dieses perfekt. Zudem wohnten dort ein paar Leute, die ebenfalls an die Rennert School gingen, sodass ich schnell Anschluss fand. Nach ein paar Tagen stellte ich allerdings fest, dass an einigen Stellen des Apartments Schimmel war und auch meine Kleidung im Kleiderschrank anfing zu schimmeln. Ich wendete mich hiermit an die Rennert School und nach 2 Wochen durfte ich das Apartment wechseln und sogar ohne Aufpreis für den Rest meiner Zeit in ein Einzel-Apartment ziehen. Diese Angelegenheit ließ sich also problemlos lösen. Generell empfehle ich auch, in einem Apartment in Miami Beach statt in einer Gastfamilie unterzukommen, da man so viel schneller Anschluss findet und die Gastfamilien auch meist nicht in Miami Beach, sondern außerhalb in Miami wohnen.

3. Das Praktikum

Nachdem die zuständige Praktikumsbetreuerin an der Rennert Language School meine Bewerbungsunterlagen (Resume, Cover Letter) an einige Unternehmen in Miami Beach und Umgebung geschickt hatte, wurde ich zu zwei Vorstellungsgesprächen eingeladen: Eines davon bei einem Luxusimmobilienmakler und das andere in einem Hostel in Miami Beach. Beide Gespräche liefen sehr locker und die Arbeitgeber boten mir im Anschluss einen Praktikumsplatz an. Ich habe mich für den Immobilienmakler entschieden, weil ich hier etwas im PR und Marketing machen konnte, was auch die Intention meines Praktikums war. Mit dem Praktikum begann ich schon zwei Wochen früher als ursprünglich geplant, sodass ich zwei Wochen parallel zum Sprachkurs das Praktikum hatte. In dieser Zeit arbeitete ich von 9 bis 12 bei dem Makler und ging von 13:30 bis 17:20 zur Sprachschule. Nachdem der Sprachkurs nach 4 Wochen beendet war, arbeitete ich dann meist von 9 bis 15 Uhr und manchmal auch bis 17 Uhr. Diese Zeit habe ich so gewählt, da ich so viele Erfahrungen wie möglich in dem Praktikum sammeln wollte. Generell sollte man dem Arbeitgeber nicht weniger als 4 Stunden täglich zur Verfügung stehen. Es gilt, je mehr Zeit man für das Praktikum mitbringt, desto lieber stellen einen die Unternehmen ein.

Unser Büro lag in dem "Continuum", welches am südlichsten Punkt von South Beach steht

Mein Boss ist ein Agent der Zilbert International Realty Company und dies war mein Büro von außen

Zu meinem Job gehörte es, Magazine und Blogs rauszusuchen, auf denen mein Arbeitgeber werben könnte. Diese Aufgabe war zwar recht interessant, aber ich war froh, wenn ich zur Abwechslung mit meiner Kollegin, der Assistentin meines Arbeitgebers, zu einem Besichtigungstermin mitkommen durfte. Das Büro teilte ich mir mit meiner Kollegin und meinem Chef, mit denen ich mich sehr gut verstanden habe. Insbesondere meine Kollegin ist mir sehr ans Herz gewachsen und durch sie habe ich viele Insidertipps von Miami erhalten und auch mit ihr kennengelernt. 

4. Die Schule

Die Rennert Language School liegt direkt an der Lincoln Road, welche die große Einkaufsstraße von Miami Beach ist, und hat damit eine sehr gut erreichbare Lage. Ich bin jeden Tag mit meinem DecoBike (siehe „Good to know“) zur Schule gefahren, da direkt vor der Schule eine Station dafür steht.

In die Klassen und somit Niveaustufen wurde jeder zu Beginn der „Schulzeit“ mit einem persönlichen Interview eingeteilt. Je nachdem in welcher Klasse man ist, hat man entweder morgens oder nachmittags Unterricht. Ich hatte Afternoon Classes, da ich den Business English Kurs belegte und dieser nur nachmittags stattfand. Der Unterricht gestaltete sich meist so, dass man zu Beginn mit einem Partner über eine Fragestellung aus dem Berufsleben diskutierte und die Resultate vor der Gruppe vorstellte. Auch einige Rollenspiele, die Business Situationen simulierten, oder Präsentationen waren Teil des Unterrichts. Diesen Kurs würde ich jedem empfehlen, der im Sprechen recht sicher ist und ein gutes Standard-Vokabular besitzt, da neue Business English-Vokabeln dazukommen und man in den alltäglichen Konversationen daher sicher sein sollte. Da ich bereits einen Business English Kurs an meiner Universität in Deutschland belegt habe, hat der Unterricht mir inhaltlich nicht sehr viel Neues gebracht, aber die verschiedenen Dialoge mit meinen Mitschülern unterschiedlicher Nationalität waren sehr spannend und haben sich gelohnt. Die Teilnehmer wechselten meist wöchentlich und ich war mit einem anderen Mädchen die einzige, die vier Wochen den Kurs belegte. Generell hat der Kurs Spaß gemacht und die Schule bot eine gute Gelegenheit, um viele Leute und Miami Beach kennenzulernen, da regelmäßig Ausflüge, Aktionen und ähnliches angeboten wurden.

5. Attraktionen (Everglades, Jungle Island, Sawgrass Outlet Mall)

Da jeder Tourist in Miami Beach zwangsläufig dank unzähliger Shops für Attraktionen und Sehenswürdigkeiten auf die Möglichkeiten in und um Miami aufmerksam gemacht wird, gehe ich auf diesen Punkt nur kurz ein. Ich habe sowohl eine Tour zu den Everglades als auch ins nahe liegende Jungel Island gemacht und muss sagen, dass ich bei beiden zwar schöne Fotos machen konnte, sich diese Attraktionen aber eigentlich nicht unbedingt lohnen. Für diejenigen, die gerne günstige Kleidung in den USA kaufen möchten, lohnt sich definitiv die Sawgrass Oulet Mall, zu der von den meisten „Touristen-Shops“ eine Busfahrt angeboten wird. 

Auch wir haben uns zu den Touristen-Aktionen verleiten lassen...

6. Reisen (Key West, NY, Bahamas)

Während ich nach den etwas enttäuschenden Everglades und dem ebenso langweiligen, aber teuren Jungle Island wenige Tagesausflüge gemacht habe, bin ich recht viel gereist. Beispielsweise haben wir mit der Norwegian Cruise Line eine dreitägige Kreuzfahrt auf die Bahamas gemacht. Neben einem riesigen Buffet zu allen Tageszeiten, wunderschönen Stränden und Basketballfeldern auf dem Schiff bekam man hier vor allem viele Amerikaner als auch Nicht-Amerikaner beim ausgelassenen Feiern geboten. Wer Lust auf einen kurzen Partytrip verbunden mit entspanntem Liegen am Strand hat, sollte diese Kreuzfahrt auf jeden Fall machen.

Die feierlustigen Amerikaner auf dem Schiff

Eine Kreuzfahrt auf die schönen Bahamas 

Ein weiterer sehr schöner Ort in Florida ist Key West, an den man meiner Meinung nach unbedingt mit einem geliehenen Auto oder einer Busreise fahren sollte. Key West ist überwiegend sehr kubanisch und generell ruhiger und entspannter als Miami Beach, was für uns eine willkommene Abwechslung darstellte, insbesondere weil meine Oma zu Besuch war.

Der Southernmost Point der USA in Key West

Mit meiner Oma reiste ich zum Ende auch nach New York, was definitiv einen Aufenthalt Wert ist. Flüge nach New York gibt es ab 80 Euro, je nachdem wie spontan gebucht wird. 

New York

7. Good to know

Alles, was für euch wichtig und interessant sein könnte und bisher noch keine Beachtung gefunden hat, findet diese hier:

·      vor Ort unterwegs: Auch wenn South Beach nicht groß und zu Fuß gut zu erkunden ist, empfehle ich jedem, eine DecoBike Karte für ca. $30 monatlich zu besorgen, da man hiermit überall in Miami Beach ein Fahrrad entleihen und zurückbringen kann und so schnell unterwegs ist. Die Karte bekommt man entweder an der Schule oder in einem DecoBike Shop.

Die DecoBike Stationen stehen in ganz Miami Beach

·      Preise in Miami Beach: Die von Touristen belaufenen Straßen wie die Lincoln Road und der Ocean Drive sind generell teurer, aber insgesamt habe ich keine sehr großen Unterschiede zu deutschen Großstädten festgestellt. Alkohol ist grundsätzlich teurer, aber Lebensmittel ungefähr genauso teuer wie in Deutschland – je nachdem, was man isst ;-)

·      Reisezeit: Ich war im Juli und August und damit in den heißesten Monaten in Miami, in denen weniger Touristen Urlaub machen. Da Miami Beach allerdings von Wasser umgeben ist, empfand ich die Hitze als überhaupt nicht schlimm. Etwas nerviger waren die teilweise starken Regenschauer am Nachmittag, aber da ich zu der Zeit Unterricht hatte, waren auch diese für mich kein Problem.

Der wunderschöne Strand von South Beach

·      Ausgehen: Wie bereits erwähnt, ist Alkohol recht teuer, was aber für Frauen weniger ein Problem als für Männer ist. Generell ist es schwieriger, als Mann in einen Club zu kommen – am besten immer mit mehreren Mädchen zusammen reingehen. 

Das Nachtleben in Miami ist berühmt berüchtigt

Und wenn es aus den Bildern noch nicht ersichtlich ist: ES WAR DIE TOLLSTE AUSLANDSERFAHRUNG MEINES LEBENS!!!