Sprachreise Kapstadt, Good-Hope-Studies, Newlands

Reportage von
Gast

Südafrika ist eine Reise wert, auch für Sprachkurse

Sprachreise nach Kapstadt

Von September bis November habe ich einen dreimonatigen Sprachkurs in Kapstadt besucht. Ich hoffe, mit der folgenden Fotoreportage einen realistischen Eindruck von dem gesamten Aufenthalt vermitteln zu können. Zunächst gehe ich auf Kapstadt und Umgebung ein, werde die möglichen Aktivitäten vor Ort beschreiben, später werde ich auf meine Unterkunft und die Sprachschule eingehen.



Kapstadt  

Zunächst muss ich sagen, dass Kapstadt eine wirklich tolle, facettenreiche und lebhafte Stadt ist. Im Zentrum befindet sich die sog. Longstreet, eine Restaurant- und Bar-Meile. Wer gerne feiern geht oder Bars besucht, wird dort voll auf seine Kosten kommen. Besonders empfehlenswert ist das Resaturant „Mama Africa“ oder „Marcs Place“ (afrikanische Musik und landestypische Küche).

Das zweite Zentrum der Stadt bildet die sog. Waterfront, welche am Hafen liegt und sich durch ein großes Riesenrad hervorhebt:

An der Waterfront sieht man regelmäßig Bands, die mit maximaler Lebensfreude für Südafrika typische Musik spielen. Immer dabei ist ein schöner Blick auf das Wahrzeichen der Stadt, den Tafelberg:

Kapstadt hat in seiner Nähe nicht nur wunderschöne Strände, sondern auch unmittelbar angrenzende Berge, die zu Touren einladen.

Besonders gut hat mit der Strand von Camps Bay und die Bucht von Oudekraal gefallen, welche beide mit dem 2010 zur Fußball-WM errichteten „My City Bus“-System gut und günstig erreichbar sind (15 min vom Zentrum):

Auch ein Muss ist der Table-View-Beach. Dieser Strand bietet den typischen Postkarten-Blick auf Kapstadt mit dem Ocean im Vordergrund und dem Tafelberg im Hintergrund.

Neben dem Tafelberg ist Lions Head sehr beliebt. Von dort hat man, ähnlich wie vom Tafelberg, einen grandiosen Blick über die ganze Stadt. Besonders empfehlenswert ist es, dort bis zum Sonnenuntergang zu bleiben, sodass man die riesige Stadt im Licht der Dunkelheit bestaunen kann. Achtung: Taschenlampen nicht vergessen, da der Abstieg im Dunkeln stattfindet! Wie unten zu sehen, lohnt es sich auch, früh aufzustehen, um von oben den Sonnenaufgang zu sehen.

Ähnlich atemberaubend ist der Blick, den man vom Tafelberg aus geboten bekommt:

Wer gerne wandert, sollte sich die Zeit nehmen und den sog. Sceleton George Path nehmen. Er startet im tollen botanischen Garten von Kirstenbosch, führt von hinten auf das Plateau, von wo man entweder herunter wandert oder aber die Seilbahn nimmt.

Unterkunft

Im Hinblick auf die Unterkunft kann man zwischen einer Gastfamilie, einem Studentenheim oder einer sog. „Student Residence“ (YMCA) wählen. Ich persönlich habe mich für die Student-Residence entschieden und dies nie bereut. Dadurch, dass man sich mit 10 Personen eine Küche und ein Wohnzimmer teilt, kommt man automatisch in Kontakt mit anderen Schülern unterschiedlicher Nationalitäten. Oft haben wir abends nur eine Küche benutzt, wo wir mit ca. 15-20 Personen saßen, geplaudert und gelacht haben. Der Zusammenhalt war sehr gut. Jeder kam mit jedem aus, jeder Neuankömmling wurde herzlich empfangen und nicht zuletzt haben wir an sämtlichen Abenden und Wochenenden etwas gemeinsam unternommen (u.a. sogar ein Wochenende in Hermanus, einem Ort für Walbeobachtung verbracht). Am Ende ist es schwer gefallen, jedem auf Wiedersehen zu sagen…

Ein weiterer Vorteil der Unterkunft ist, dass man in der Regel nie alleine unterwegs ist. Abends, sobald es dunkel wird, sollte man nämlich stets in Gruppen unterwegs sein, um sich vor möglichen Übergriffen zu schützen.

Die Wohnzimmer und auch die Einzelzimmer, in die man sich jederzeit zurückziehen kann, waren zweckmäßig, geschmackvoll und einladend gestaltet:

In Reichweite zur Unterkunft (5 min zu Fuß) befinden sich viele Restaurants und die Zughaltestelle, von wo man in 10 Minuten die Sprachschule in Newlands (außerhalb der Stadt) erreicht und in ebenfalls 10 Minuten zum Stadtzentrum fahren kann. Üblicherweise wird man am ersten Tag von den anderen Bewohnern der Student-Residence begleitet. Anderenfalls kann es sehr verwirrend sein, da es im Zug keinerlei Durchsagen und oft keine Streckenübersicht gibt. In diesem Fall bleibt einem nur die Möglichkeit, nach Schildern an den Haltestellen selbst Ausschau zu halten. Von der Haltestelle in Newlands sind es weitere 5 Minuten Gehzeit bis zur Sprachschule.



Sprachschule

Zur Sprachschule gibt es ausnahmslos nur Positives zu berichten.

Ich habe in der Sprachschule von „Good-Hope-Studies“ einen 12-wöchigen Kurs besucht, der auf ein Cambridge-Zertifikat vorbereitet (Unterrichtszeiten 9:00-14:30). Der Kurs fand nicht in der Schule statt, die im City-Centre stationiert ist, sondern, wie zuvor erwähnt, stadtauswärts in Newlands.

Newlands bietet eine ruhige Lernatmosphäre, die besonders durch den schuleigenen Pool, einen recht großen Garten und eine Grillstelle mit Außensitzmöglichkeiten sehr reizvoll ist.

Die Schule ist insgesamt recht übersichtlich mit schätzungsweise 12 Klassenräumen. Folglich kennt man nach kurzer Zeit alle Lehrer und Mitschüler.

In meiner Klasse waren insgesamt 7 Schüler; eine optimale Betreuung durch den Lehrer war daher immer gegeben. Der Unterricht war niemals langweilig, sondern immer sehr unterhaltsam und mit viel Liebe vorbereitet. Obgleich wir wirklich viel gelernt haben, haben wir auch oft gelacht.

Meine Lehrerin hat uns sehr engagiert unterstützt. Da meine Listening-Skills zu Beginn verbesserungsbefürftig waren, habe ich eine CD mit speziellen Übungen erhalten. Wenn man an Wochenenden etwas auf Englisch geschrieben hat, hat sie sich noch nach Unterrichtsende viel Zeit genommen, um das Geschriebene gemeinsam Satz für Satz zu besprechen.

In gleicher Weise war das Personal extrem hilfsbereit. Besonders bei der Verlängerung meines Visums hat man mir sehr effektiv geholfen. Aber auch bei Freizeitaktivitäten (u.a. bei der Planung eines Trips zum Krüger-Nationalpark) wurde mir Hilfe angeboten.



Schulausflüge

Die Sprachschule bietet täglich Unternehmungen an, die entweder nach Schulende oder am Wochenende stattfinden. Die Ausflüge, an denen ich teilgenommen habe, sind mir sehr positiv in Erinnerung geblieben.

Besonders empfehlenswert ist der Ausflug zum Kap der Guten Hoffnung:

Von dort aus geht es weiter nach Simons Town zu einem Pinguinstrand namens Boulders Beach (siehe oben).

Im Angebot sind auch Wandertouren, Sportaktivitäten, wie Kajak-Touren und Stadtführungen. In regelmäßigen Abständen werden auch 3-Tages-Touren entlang der Garden Route angeboten. Dort hat man auch die Möglichkeit, den weltweit höchsten Bungee-Sprung von einer Brücke zu wagen.



Zusammenfassung

Ich kann jedem nur empfehlen, eine Sprachreise nach Kapstadt zu machen. Es gab wirklich keine Aspekte, die man kritisieren kann. Auch empfehle ich die Planung mit GLS, da man von dort meinen Aufenthalt kompetent geplant und immer schnell auf E-Mails reagiert hat. Auf jede Frage hat man innerhalb kürzester Zeit eine hilfreiche Antwort erhalten