Meine Sprachreise nach Brasilien

Reportage von
Gast

In der folgenden Fotoreportage erwartet euch ein kleiner, bunter Bericht über meine zwei Wochen Sprachreise nach Brasilien.

In der folgenden Fotoreportage erwartet euch ein kleiner, bunter Bericht über meine zwei Wochen Sprachreise nach Brasilien. 

Brasilien ist für mich das Land, wo das Leben einfach süßer ist...

Ein Land voller Farbe und Lebensfreude – aber auch ein Land voller Kontraste. Fast so groß wie ganz Europa, hat es tausend Gesichter.

Nachdem ich bislang nur Bahia kannte, den wunderschönen Nordosten Brasiliens, habe ich meine Reise diesmal mit ein paar Tagen in Rio de Janeiro begonnen. Was für eine beeindruckende Stadt!

Neben den bekanntesten Stränden Copacabana und Ipanema und den Hauptsehenswürdigkeiten Pão de Açúcar und Corcovado, lohnt sich auch der Besuch der Escadaria Selarón in Santa Teresa (siehe Bild oben).

Dies ist das Künstlerviertel der Stadt und auf der beeindruckenden Treppe ''Selarón'' findet man fast von jeder deutschen Stadt eine kleine Fliese!

Praia de Ipanema, Rio de Janeiro 

 Der berühmte ''Christo'' auf dem Corcovado, Rio de Janeiro 

Zum Wochenbeginn habe ich dann meinen Portugiesisch-Kurs in der GLS Sprachschule  in São Paulo begonnen (recht günstige Flüge kann man mit der brasilianischen ''Billig-Airline'' Gol finden.)

Am ersten Tag findet ein Einstufungstest statt, um das Level jedes einzelnen Schülers zu prüfen. Begonnen habe ich zusammen mit meiner Kollegin aus Deutschland in einer Gruppe von vier Schülern.

Anzutreffen sind Schüler aus aller Welt – aus Deutschland, Großbritannien, Kolumbien, Japan, Australien, Österreich – um hier nur einige zu nennen. Aufgrund der immer neu eintreffenden Schüler wechseln die Gruppen stetig – was ein Vorteil aber auch ein Nachteil sein kann. In unserem Fall war es zu Anfang etwas störend, da wir uns am dritten Tag Intensivkurs wieder neu vorstellen mussten und uns zum Teil mit neun weiteren Schülern in einem Raum wieder fanden. An dieser Stelle war der Koordinator der Schule, Adonis, ein recht hilfreicher Ansprechpartner. Wir haben ihm unsere Situation geschildert (Vorsicht interkulturelles Fettnäppfchen: unsere deutsche, direkte Art kann auf die Brasilianer leicht verstörend wirken – hat sich aber im Endeffekt als sehr effizient erwiesen ;) Nach diesem Gespräch wurden die Gruppen wieder geteilt und nun ging es zügiger und den einzelnen Bedürfnissen entsprechend weiter.

Der Intensiv-Kurs war aufgeteilt in einen Grammatik-Block am Vormittag und einen Konversations-Block am Nachmittag. Es ist durchaus möglich, und auch erwünscht, Vorschläge zu machen und Wünsche zu äußern, worauf der Schwerpunkt gelegt werden soll. Im Konversationskurs werden zum Teil Themen von den Lehrern vorgegeben oder auch interaktive Spiele initiiert – es können aber auch Wunschthemen behandelt werden. Die Lehrer sind dabei zugänglich und interessiert. Unterrichtssprache ist durchgängig Portugiesisch.

Mit den Pausen wird es sehr brasilianisch gehalten – aus zehn Minuten ''intervalo'' wird auch gern mal eine halbe Stunde. Was einem natürlich auch Möglichkeit zum Austausch mit den anderen Schülern bietet.

Oben im ersten Stock des Gebäudes steht ein Wasserspender und eine Kaffeekanne zur freien Verfügung. Die Räumlichkeiten sind angenehm, etwas versetzt im Hinterhof gelegen. Momentan wird der Unterricht allerdings von massivem Baulärm gestört – das hat hoffentlich bald ein Ende!

Die Sprachschule ''Fast Forward'' in São Paulo: 

In unmittelbarer Nähe der Schule (z.B. auf der Rua Pamplona) befinden sich zahlreiche ''lanchonetes'' wo man kostengünstig Mittag essen kann. Zu leckeren ''salgados'' bekommt man hier frisch gepresste Säfte serviert. Auch ein ''Kilo- Restaurant'' befindet sich gleich um die Ecke: man hat die Auswahl an unterschiedlichsten Gerichten, abgerechnet wird am Ende der Gewicht-Preis.

Etwa zehn Minuten Fußweg von der Schule entfernt, befindet sich die Rua Oscar de Freide. Dort bekommt man (fast) alles was das Herz begehrt :) Tolle Geschäfte zum einkaufen, Restaurants, Bars, Cafés. In meinem Lieblingscafé, dem Bacio DI Latte, bekommt man das leckerste Eis der Stadt und einen richtigen Latte Macchiato (dieser ist sonst eher schwer zu finden in Brasilien!) 

Außerdem befindet sich der Havaianas-Flagshipstore auf der Rua Oscar de Freide. Dort findet man die ausgefallensten Flip Flops, auch zum selber gestalten. Die Mitarbeiter dort sind sehr hilfsbereit und laden ein zu einem ersten Plausch auf Portugiesisch :) 

Havaianas-Flagshipstore, Rua Oscar de Freide, 1116 Jardins, SP 

São Paulo ist eine Riesen-Stadt, da bietet es sich an in der Nähe der Schule zu wohnen oder aber zumindest sicherzustellen, dass es eine gute Anbindung gibt.

Die nächste Metro Station heisst ''Trianon Masp'' und liegt auf der Avenida Paulista. Von dort aus sind es noch etwa zehn Minuten Fußweg zur Schule. Ich hatte das Glück in Vila Mariana zu wohnen, so konnte ich zu Fuß gehen oder aber zwei Stationen mit der Metro fahren. Eine sehr schöne Gegend zum wohnen, aber auch zum Ausgehen und Bummeln ist Vila Madalena. Auch von dort gibt es eine gute Anbindung mit der Metro.

Insgesamt war ich von São Paulo sehr positiv überrascht! Es gibt unzählige Freizeitmöglichkeiten, tolle Bars zum Ausgehen und Samba tanzen. Auch ein Besuch im ''Museu da Língua da Portuguesa'' lohnt sich sehr! 

So einen schönen Sonnenuntergang kann man auch in São Paulo beobachten 

Der Park ''Ibirapuera'' lädt zu einem Sonntagsspaziergang oder auch zum Sport machen ein. Man hat das Gefühl, am Sonntag treffen sich dort alle Paulistas zu joggen. Des Weiteren empfehlenswert ist der ''Mercado Municipal'', zu erreichen mit der Metro bis zur Haltestelle ''Luz''. Hier sollte man jedoch besonders auf seine Wertgegenstände Acht geben.

Zumeist habe ich mich recht sicher in São Paulo gefühlt, man sollte jedoch grundsätzlich etwas umsichtig sein; auf auffälligen Schmuck sollte man möglichst verzichten, Wertgegenstände sollten nicht offen sichtbar mit sich getragen werden. Und besonders Abends ist es empfehlenswert, in Gruppen unterwegs zu sein! 

Parque Ibirapuera, São Paulo 

Eine schöne Ausflugsidee fürs Wochenende ist das an der Atlantikküste gelegene Fischerdörfchen Guarujá. Besonders Surfer kommen an den Stränden von Guarujá auf ihre Kosten! Der wohl bekannteste Surferstrand heisst Praia das Pitangueiras.

In den zahlreichen Restaurants am Strand kann man frische Meeresfrüchte essen, z.B. Camarao mit Palmito – delicioso! 

Das Fischerdorf Guarujá 

Ich habe meine Zeit in Brasilien sehr genossen, habe wieder einmal intensive Erfahrungen mit Land und Leuten gemacht und dabei spielerisch die Sprache gelernt.

Portugiesisch – wohlgemerkt eine wunderschöne Sprache! Ich freue mich auf's nächste Mal – até á próxima!