Brighton im Sommer 2014

Reportage von
Gast

Unvergessliche Erlebnisse in Brighton 2014

Hallo lieber Leser/liebe Leserin,

mein Name ist Daniel, ich bin 19 Jahre alt und ich werde Dir im Folgenden von meinen Erfahrungen während meiner Sprachreise in Brighton berichten.

Wenn Du schon längere Zeit mit dem Gedanken spielst einen Aufenthalt im Ausland zu verbringen, jedoch noch nichts Konkretes geplant hast, dann kann ich Dir nur Mut zu sprechen und sagen: Tu es einfach!

Die Organisation verläuft sehr unkompliziert und zügig. Womöglich befindest du dich nächste Woche bereits im Ausland! Genau so ist es nämlich mir passiert. Ganz spontan habe ich mich montags informiert und alle notwendigen Buchungen vorgenommen und saß eine Woche später bereits im Klassenzimmer der Embassy School in Brighton mit ca. zehn weiteren Sprachschülern aus aller Welt.

Sonntags flog ich von Düsseldorf nach London Gatwick. Dieser südlichste Londoner Flughafen ist zu empfehlen, da er lediglich eine halbe Zugstunde von Brighton entfernt ist. Da ich mich für eine Gastfamilie als Unterkunftsmöglichkeit entschieden habe, musste ich - in Brighton angekommen - noch ca. 25 min. mit dem Bus nach Hove fahren, einem Vorort von Brighton. Idealerweise sucht man sich bereits im Voraus die passende Buslinie raus, damit man sich nicht erst an der Brighton Station darum kümmern muss.

Von der Gastfamilie wurde ich anschließend sehr freundlich empfangen. Es war ein Einfamilienhaus in einer ruhigen Wohnlage ca. 300 Meter vom Strand entfernt, nicht besonders groß, aber absolut ausreichend, da ich sowieso tagsüber unterwegs war.

Morgens und abends habe ich bei der Gastfamilie gegessen - ich musste feststellen, dass sich deutsches und britisches Essen tatsächlich unterscheiden... Da ich nicht der erste Sprachschüler bei der Gastfamilie war, konnte mir meine Gastmutter genau sagen, welchen Bus um welche Uhrzeit ich nehmen musste, um rechtzeitig am nächsten Morgen an der Schule anzukommen. Wie bereits erwähnt, handelte es sich um die Embassy English School. Sie befindet sich eine Gehminute von der Brighton Station entfernt und ist sehr gut zu erreichen. Die Organisation der Schule ist hervorragend. Zu Beginn werden alle Sprachschüler einem schriftlichen Test und einem kurzen englischen Gespräch unterzogen, um in ein Leistungslevel eingestuft werden zu können. Im Anschluss bekommt man viele Informationen, rund um die Schule, Brighton, Freizeitmöglichkeiten usw. 

Die Schule selbst bietet ebenfalls ein Freizeitprogramm an, mit dem sich zusätzlich Geld sparen lässt. Angebote wie die Welcome Party am ersten Abend empfehle ich jedem, da gerade in den ersten Stunden und Tagen die Freunde gefunden werden, mit denen man meistens auch den Rest der Zeit verbringt, außerdem verbessert man mit jedem gesprochenem Satz sein Englisch ;-)

Rückblickend ist es ziemlich verrückt mit wie vielen Menschen aus unterschiedlichsten Nationen ich alleine in zwei Wochen in Kontakt kam, sei es im Unterricht der Sprachschule oder während den Freizeitaktivitäten: Italiener, Polen, Araber, Libyer, Spanier, Koreaner, Mexikaner, Chilenen, Franzosen,... positiv auffallend war dabei, dass ich mich auf Anhieb mit jedem (!) bestens verstand und alle anderen können das sicherlich bestätigen.

Nachdem sich der erste Tag mit der Welcome Party dem Ende neigte, ging es für alle Sprachschüler zurück in ihre Unterkünfte, der Großteil residierte hier meiner Erfahrung nach in Privatunterkünften, den sog. Homestays.

Der eigentliche Unterricht begann dienstags. Je nach eingeteilter Gruppe fanden die Unterrichtstunden vormittags oder nachmittags statt. Man war dann von 8:30 Uhr bis 14:30 Uhr oder von 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr in der Schule (Zeiten gelten für den Intensivkurs, für den Standardkurs entsprechend kürzer). Erstaunlicherweise wurde durch den schriftlichen und mündlichen Englischtest mein Sprachlevel sehr zutreffend eingeschätzt, weswegen ich mit dem Unterricht bestens klar kam, weder unter- noch überfordert war. Jeden Montag wurde eine erneute Leistungsüberprüfung durchgeführt, mit der festgestellt werden konnte, ob sich sein Leistungslevel so weit verbessert hat, dass man den Kurs wechseln konnte. Auffällig war direkt, dass die Klassengrößen sehr überschaubar waren. Maximal 15 Schüler bildeten einen Kurs, sodass die Lehrer stets auf individuelle Fragen eingehen konnten. Grundsätzlich waren die Lehrer absolut top! Sehr engagiert und begeistert leiteten sie den Unterricht und waren immer fähig jeden einzelnen entsprechend zu fordern und zu fördern. Bei den Lehrern handelte es sich um Muttersprachler. Die Basis für den Unterricht bildete ein Englischbuch, das sehr vielfältige Übungen beinhaltete. Ergänzt wurde das Buch durch Listening-Übungen, kurze Filme oder Interviews sowie Zeitungsartikel, sodass ein perfekter Mix aus Lese- und Hörverständnis gewährleistet war, der durch schriftliche Übungen ergänzt wurde. Auffällig war außerdem, dass die Lehrer besonders viel Wert auf den Austausch untereinander legten und stets das Anwenden der englischen Sprache förderten und unterstützten. Dadurch, dass jeder der Schüler gewillt war neue Kontakte zu knüpfen und so viel Englisch zu sprechen wie möglich, hat das auch bestens funktioniert.

Nun zu der Schule und dem Schulgebäude an sich: Wie oben schon erwähnt, ist die Organisation, das Lehr- sowie Freizeitangebot absolut strukturiert und auf die verschiedenen Leistungslevel angepasst, einfach top! Das Schulgebäude ist sehr modern und neu. Alle Räume sind hell und freundlich und technisch auf dem neuesten Stand - es wird an sog. SmartBoards unterrichtet. Neben der Kantine, die für sehr moderate Preise gute Mahlzeiten und Snacks anbietet, beinhaltet die Schule einen PC-Raum, den jeder Schüler uneingeschränkt nutzen kann, einen Aufenthaltsraum, eine Bibliothek und viele Sitzecken, sowohl innen als auch an der frischen Luft.

Nun aber genug zum Unterricht und der Schule :-D

Neben dem Unterricht sollte man seine Freizeit mit seinen neu gewonnenen Bekanntschaften aus aller Welt verbringen - und dafür gibt es genug Möglichkeiten in und um Brighton! Zunächst einmal bietet die Schule ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm an, welches sich jedoch nicht immer mit den Unterrichtszeiten vereinbaren lässt. Das ist aber kein Hindernis, denn es gibt viele Sehenswürdigkeiten und Locations, die man ganz einfach auf eigene Faust erleben kann. So bieten sich beispielsweise die beiden Pubs King and Queen sowie The Font an, um abends den Tag mit seinen Freunden bei einem typisch britischen Drink ausklingen zu lassen. The Font ist etwas günstiger und ein echter Geheimtipp, da oft ein DJ für die richtige Musik und gute Stimmung sorgt. Dieser Pub wird zudem hauptsächlich von Einheimischen aufgesucht.

Des Weiteren gibt es diverse Clubs, die mit Studentenangeboten locken und nicht nur an Wochenenden gut gefüllt sind, hier bietet sich bspw. das Pryzm an, ganz in der Nähe der Strandpromenade. Darüber hinaus bietet der Brighton Pier eine echte Abwechslung, denn er gilt als Vergnügungs- und Freizeitoase Nummer eins. Ihn kennzeichnen Attraktionen wie z.B. eine Achterbahn wenige Meter über dem offenen Meer und eine riesige Spielhalle für Jedermann. Abends ist er zudem besonders schön beleuchtet.

Damit man seine Freunde und vor allem Brighton aber nicht nur im Schein des künstlichen Laserlichts der Clubs kennenlernt, sind Ausflüge zu lokalen Sehenswürdigkeiten ein absolutes Muss!

Eine Busstunde von Brighton entfernt befinden sich z.B. die Seven Sisters, ca. 100 Meter hohe weiße Klippen inmitten von grünen Wiesen und Schafherden...

Ein weiteres Muss ist ein Tagesauflug nach London. Von Brighton ist London Victoria lediglich eine Zugstunde entfernt. Für ein Hin-/Rückticket sowie die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in London zahlt man rund 12 Pfund pro Person, vorausgesetzt man fährt in einer Kleinruppe. Sehenswürdigkeiten in London aufzuzählen würde hier den Rahmen sprengen, aber eines ist klar: Ein Tag reicht im Grunde genommen gerade mal, um einen groben Überblick über die Weltmetropole zu bekommen und die typischen Sehenswürdigkeiten von außen zu betrachten.

Innerhalb Brightons sollte man sich die sog. Lanes nicht entgehen lassen, urige kleine Gassen mit Second-Hand- und Vintage-Shops, die extravagant und ebenso typisch für Brighton sind.

Zuletzt kann ich noch einen Besuch im Royal Pavilion empfehlen für alle diejenigen, die sich auch mal gerne ein Schloss anschauen und ein paar hundert Jahre gedanklich in die Vergangenheit reisen.

Abschließend kann ich jedem nur ans Herz legen einen Auslandsaufenthalt zu wagen, ganz gleich ob es in Brighton ist oder anderswo, denn in dieser Zeit sammelt man so unglaublich tolle Erfahrungen, weil man automatisch aufgeschlossener gegenüber fremden Menschen und neuen Erlebnissen ist. Brighton speziell bietet sich sehr gut für eine Sprachreise an, weil zum einen die Schule absolut empfehlenswert ist und man schnell auffallend sicherer im Umgang mit der englischen Sprache wird. Zum anderen bietet Brighton viele Möglichkeiten seine Freizeit zu verbringen durch seine Nähe zu London und zum Meer und zum Strand auf der anderen Seite.

Also, worauf wartest Du noch??? Ich wünsche Dir jetzt schon mal eine tolle Zeit im Ausland ;-)

Take it away!