New York City - 4 Wochen im Paradies

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Hallo liebe Leser, ich möchte euch in den nächsten Zeilen einige Eindrücke von 4 wunderschönen Wochen in New York City geben.

Hallo liebe Leser, ich möchte euch in den nächsten Zeilen einige Eindrücke von 4 wunderschönen Wochen in New York City geben. Ich bin Nico (20) aus Brandenburg und habe von Anfang Juni bis Anfang Juli 2012 einen 4-wöchigen Sprachkurs (Intensivkurs), gebucht über das GLS Sprachenzentrum, in Manhattan besucht.

Warum ich mich für einen Sprachkurs im Ausland entschieden habe? Ganz einfach: Ich wollte meine Englischkenntnisse verbessern und war bisher noch nicht weiter im Ausland. Und um auch einmal über den Tellerrand schauen zu können, habe ich mich entschlossen, einen Sprachkurs zu absolvieren. Viele meiner Bekannten hatten mir dies empfohlen, da sie selbst schon an einem teilgenommen hatten. Für New York habe ich mich dann aus eigenem Interesse entschieden - und es nicht bereut.

Auf Grund der Tatsache, dass ich generell zum ersten Mal geflogen bin und alleine im Ausland war, empfand ich alles als sehr spannend und faszinierend. Die Aufregung stieg mit der Landung auf dem JFK Airport am Sonntagnachmittag. Von hier konnte ich aber problemlos mit einem selbst und spontan organisiertem Bus Shuttle zum Grand Central Terminal in Manhattan gelangen, welcher nur 10 Gehminuten von meiner Unterkunft entfernt war. (siehe Bild).

(Halle des Grand Central Terminals zur Rush Hour) 

Die vier Wochen habe ich in dem Hostel "Vanderbilt YMCA" (siehe Bilder) in Midtown East von Manhattan gewohnt. Diese Unterkunft wählte ich wegen des kurzen Schulweges und der zentralen Lage in Manhattan. Alle Mitarbeiter sind sehr freundlich und helfen auch gern weiter. In der Nähe der Unterkunft befinden sich nicht nur die Schule, sondern auch Supermärkte und alles andere, was man zum Leben (zumindest für 4 Wochen) in New York benötigt.

(ein verregneter Tag - gut, dass der Eingang der Unterkunft überdacht ist) 

(Gang des Vanderbilt YMCA) 

Ich hatte ein Einzelzimmer gebucht. Zunächst war ich sehr über die Größe des Zimmers geschockt. Aber schon nach den ersten Tagen stellte sich heraus, dass dies kein Problem ist. Zum größten Teil war man ohnehin in der Stadt unterwegs oder in der Schule. Und alles Wichtige ist im Zimmer enthalten: TV, Kühlschrank, Klimaanlage, Bett, Tisch und Regal. Klein aber "fein" ist hier das Motto. Die Unterkunft war jedoch sauber und das Zimmer wurde jeden Tag gereinigt - somit ein guter Service. Etwas nachteilig empfand ich, dass der WLAN Empfang meistens nur in der Lobby zur Verfügung stand. Im Zimmer hatte ich nur ab und an Empfang. Aber alles Schlechte hat auch sein Gutes: So musste man zum Surfen im Internet in die Lobby und konnte wieder neue Leute kennenlernen oder Freunde treffen. Denn viele Studenten der Sprachschule waren auch in dem Hostel untergebracht und so wurde es nie langweilig.

(Mein Einzelzimmer - klein aber fein und zum Schlafen absolut ausreichend) 

Die Sanitäranlagen befinden sich jeweils auf den Gängen. Es sind abgetrennte Duschkabinen vorhanden. Im Juni war das Hostel noch nicht komplett ausgebucht, da die Urlaubszeit noch nicht begonnen hatte. In dieser Zeit musste man selten warten, wenn man duschen gehen wollte. Im Juli allerdings war dann schon etwas mehr Betrieb.

(Gemeinschaftsbad) 

Alles in allem war die Unterkunft okay, und ich würde sie beim nächsten Besuch in Abhängigkeit vom Zeitraum auch wieder buchen. Denn für mehr als 4 Wochen ist es nicht zu empfehlen, und wenn man in der Urlaubszeit hier untergebracht ist, fühlt man sich wegen den Überfüllten Gängen auch nicht ganz so wohl. Geht man hier also nicht mit allzu großen Ansprüchen heran, gibt es auch keine bösen Überraschungen, sondern nur ein Hostel mit sehr guter Lage und günstigen Konditionen.

Hat man aber erst einmal eine Nacht überstanden kann man sich auf den Weg zur Schule freuen (siehe Bild). Zwischen den Hochhäusern ist man zu Fuß bereits nach 5 bis 10 Minuten an der Schule - echter Komfort! Ich persönlich habe den Weg jeden Tag genossen - halb verschlafen zwischen den in der Sonne glänzenden Hochhäusern langzulaufen war für mich immer wieder eine Wohltat.

(kurzer Schulweg mit schöner Kulisse - das Wetter hat immer gepasst) 

Der Sprachkurs fand in der Schule von "Rennert" an der 45. Straße statt. Die Räume sind sehr modern ausgestattet und wie überall in Manhattan, klimatisiert. Die Klassen hatten eine max. Größe von 10 Personen. Mehr würden auch nicht in die Räume passen. Einen Tag hat die Klimaanlage nicht funktioniert. Bei 30° C Außentemperatur und 10 Personen in einem kleinen Raum kann das schon zu einem kleinen Abenteuer werden. Aber man wächst ja mit seinen Aufgaben ;) .

Die Lehrer haben den Unterricht sehr gut gestaltet. Es wurde sehr viel gesprochen und diskutiert. Lange Texte haben wir eher selten geschrieben. Die Unterrichtsinhalte sind jedoch stark abhängig vom Lehrer. Einer meiner Lehrer hat den Unterricht etwas langweilig gestaltet. Die Lehrerin vom Nachmittagsunterricht konnte das jedoch immer wieder gut machen. So verging ein Unterrichtstag von 09:15 bis 16:15 Uhr relativ schnell. Man hatte selten das Gefühl im "Unterricht" zu sein. Es war mehr wie ein Treffen mit Freunden unter Anleitung der Gesprächsthemen und korrekter Grammatik ;) .

Jeden Montag sind neue Studenten in die Klassen gekommen und andere gegangen. Abschied zu nehmen fiel immer schwer, auch wenn man sich nur eine Woche kannte. Der Umgang zwischen den Studenten ist sehr freundlich, ich würde fast schon sagen, dass es in das Familiäre ging. So etwas kenne ich von Deutschland nicht! Durch den Orientierungskurs am ersten Schultag habe ich meine Freunde kennengelernt. In der Schule treffen sich dann alle in der Lounge und man bekommt die wichtigsten Informationen. Durch den "Rennert Mixers at O'Neils", einem Pub in der Nähe der Schule, wo sich jeden Montag neue und alte Studenten treffen, findet man schnell Freunde und Anschluss. Ich selbst war fast nie allein in New York unterwegs. Mit der Zusammensetzung meiner Schulklasse hatte ich Glück, wir waren fast alle aus unterschiedlichen Ländern. Dadurch konnte man bei Diskussionen über Themen auch Informationen und Sichtweisen aus anderen Ländern erhalten. Für mich, als jemanden der noch nie im Ausland war, eine absolut tolle Erfahrung.

(Der Gang im Hauptgebäude von Rennert) 

Am Nachmittag kam dann die lang ersehnte Freizeit. Den Studenten stehen jeden Tag verschiedene Aktivitäten, angeboten von der Schule, zur Verfügung. Darunter sind u. a. Workshops (hatte ich nicht besucht) wie "American Slang" oder auch verschiedene Führungen durch den Central Park oder zum Chelsea Market. Letztere Tour habe ich mitgemacht. Der Vorteil an den Aktivitäten der Schule ist, dass man in Kontakt mit anderen Studenten der Schule kommt, und nebenbei auch noch Wissenswertes von den Lehrern zu den Sehenswürdigkeiten erfährt. Außerdem hatte ich noch eine Boots Tour um Manhattan gebucht. Unser Guide für den Ausflug (Mitarbeiter von Rennert) war sehr nett und konnte viele gute Tipps über New York geben und wusste vieles über die Stadt.

(Blick aus dem Klassenzimmer im 16. Stockwerk)

So hat er uns zum Beispiel empfohlen, den Lift zur Roosevelt Island zu nehmen, da die Aussicht sehr schön ist. Die Insel selbst hat nichts Besonderes zu bieten. Wer eine unlimited Metrocard hat, kann sogar kostenlos mitfahren.

(Blick auf den East River in Richtung Upper Eastside von Manhattan - der Roosevelt Island Lift)

(Blick auf die 2nd Ave aus dem Roosevelt Island Lift) 

Neben vielen anderen sehenswerten Dingen in New York wird der Central Park unvergesslich bleiben. Abseits von Stress und Hektik kann man hier die "Ruhe" genießen und einfach auf einer der vielen großen Wiesen entspannen. Auch ganz lustig war die Tour mit einem Paddelboot über einen See im Central Park.

(The Central Park Reservoir mit Aussicht auf die Skyline von Midtown - auch bei Nacht eine traumhafte Aussicht)

Fast genauso entspannend, nur noch faszinierender war die Aussicht vom GE Building des Rockefeller Centers. Der Blick über die Skyline in alle Himmelsrichtungen war sagenhaft. Mehr als 3 Stunden haben wir auf dem "Top of the Rock" verbracht. Somit konnten wir den Sonnenuntergang und in der Nacht das "Lichtermeer" miterleben. Genug hat man davon jedoch nie bekommen.

(Aussicht vom "Top of the Rock" Richtung Süden) 

Der Platz an dem wir am häufigsten waren, ist der, der nie schläft - Time Square. Egal ob Regen, 40° C, am Tage oder in der Nacht - hier bist du nie allein. Schon im Hellen sind die ganzen Werbeflächen, Poster und Screens beeindruckend. Das richtige Time Square Feeling kann man aber erst in der Nacht erleben. Aus diesem Grund waren wir fast jeden Abend in den Straßen von Time Square und haben es einfach genossen hier zu sein.

(Sicht auf den Time Square) 

Auf die To Do Liste eines New York Besuchs sollte auch die Statue of Liberty kommen. Zwar konnten wir auf Grund von Renovierungsarbeiten nicht in die Krone klettern, aber dennoch war es interessant sie aus der Nähe zu sehen. Mit im Preis inbegriffen war auch der Besuch von "Ellis Island".

(Statue of Liberty - Tag ein Tag aus schwitzt sie in der Sonne und friert im Winter) 

Schon nur wegen dem herrlichen Blick auf die Skyline (Financial District) lohnt sich die Fahrt mit der Fähre zur Statue of Liberty. Ebenso empfehlenswert ist die Fahrt mit der South Ferry zu Staten Island. Die Fähre ist kostenlos und fährt regelmäßig.

(Skyline des Financial District mit den Freedom Towers) 

Ein Erlebnis der besonderen Art (wie jedes in New York) war das Baseball-Spiel der New York Yankees. Karten konnte man in der Schule kaufen. Wir sind mit vielen anderen Studenten bei dem Spiel gewesen. Obwohl ich die Regeln des Spiels leider nicht kannte, war es dennoch interessant einmal die Stimmung im Yankee Stadium und das Spiel verfolgen zu können.

(Baseball Game der New York Yankees im Yankee Stadium, Bronx) 

An zwei Wochenenden hatte ich Ausflüge gebucht. Einmal Boston für 2 Tage und Philadelphia für einen Tag. Im Gegensatz zu Manhattan ist es in diesen Städten etwas ruhiger. In Boston konnte man optional eine Whale watching Tour buchen, ich kann dies nur sehr empfehlen, bei super Sonnenschein ist der Ausflug auf den Ozean herrlich. Außerdem waren alle Passagiere begeistert die Wale live zu sehen, allein schon wegen ihrer Größe.

(Skyline von Boston)

(Hotelzimmer vom Ausflug nach Boston)

In Philadelphia haben wir viel über die Geschichte von den USA gelernt. Ähnlich wie in Boston geht es hier wesentlich ruhiger als in Manhattan zu. Eine angenehme Abwechslung. Leider war ein Tag zur Besichtigung der Stadt etwas kurz.

(Historic Part of Philadelphia mit Independence Hall in der Mitte des Bildes)

In der letzten Woche konnten wir sogar noch den 4th of July miterleben. An dem Tag war es selbst in Manhattan etwas ruhiger. Am Nachmittag haben wir dann auf das Feuerwerk von Macy's gewartet. Fünf Stunden auf der durch die Sonne gut vorgeheizten Straße zu warten, war allerdings keine so gute Idee. Für das "nächste" Mal wissen wir, dass es reicht eine Stunde zuvor hinzugehen. Das Feuerwerk ging schließlich 25 atemberaubende Minuten.

(12th Ave - von hier hatte man die beste kostenfreie Sicht auf das Feuerwerk von Macy's zum 4th of July)

Fazit: Wer seine Sprachkenntnisse erweitern will und nebenbei andere Kulturen und neue Freunde kennenlernen möchte, ist mit einer Sprachreise in New York City genau richtig. Ich konnte für mich persönlich viele neue Erfahrungen sammeln, sowie meine Englischkenntnisse erweitern. Sehr sehr viele nette neue Freunde kennen zu lernen, mit denen man auch im Nachhinein noch Kontakt hat, war für mich das Schönste. Egal ob in der Klasse, bei den Aktivitäten oder auch in der Freizeit allgemein, zu jeder Zeit konnte man neue Leute kennenlernen. Gerade diese Kontakte und die anderen Lebensgewohnheiten haben das Reisefieber in mir geweckt. Dieser Sprachkurs wird definitiv nicht mein letzter gewesen sein!

Ich hoffe euch ein paar gute und hilfreiche Eindrücke von einer Sprachreise in die USA gegeben zu haben. Von den Aktivitäten kann ich hier leider nur einen Bruchteil zeigen. Das Wort "Langeweile" gibt es im Big Apple nicht! Selbst in den 4 Wochen hat man längst nicht alles sehen können.

Last but not least: Vielen Dank an GLS! Die Organisation war absolut unkompliziert. Bei Fragen standen die Mitarbeiter wochentags lange zur Verfügung und konnten stets weiterhelfen.

Viele Grüße

Nico