2 Monate in Valencia/Spanien!

Reportage von

Abi und was jetzt? Das einzige, was ich wusste, war, dass ich erstmal in ein anderes Land will. Spanien stand schon immer ganz oben auf meiner Wunschliste! Also hab ich mich im Internet schlau gemacht und schnell wurde ich fündig. Kurzerhand hab ich mich bei GLS für ein Praktikum in Valencia plus 4-wöchigen Sprachkurs beworben. Das Resultat? Acht super schöne Wochen und ich bin so froh, da gewesen zu sein! Ich konnte nicht nur mein Spanisch deutlich verbessern und Arbeitserfahrung sammeln, sondern hab auch tolle Leute kennengelernt und viel gesehen!

Angekommen in Valencia bin ich Anfang Oktober. Ich war sehr aufgeregt als ich am Flughafen ankam und das erste, was mich erwartete war, dass es unerwartet warm war. Zwar bin ich davon ausgegangen, dass es wärmer wird als in Deutschland, dass es aber Ende Oktober und sogar Anfang November immer noch Tage gibt, die dem Sommer in Deutschland ähnlich sind, hätte ich nicht gedacht.

Der Weg zu meinem WG-Zimmer dauerte zwar etwas länger, aber ich habe es sehr genossen durch die Straßen zu gehen und einen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen. Mir hat Valencia direkt gefallen! 

Abends bin ich dann in meiner WG angekommen und wurde direkt freundlich von (größtenteils) in Valencia lebenden Studenten empfangen.

 

Am nächsten Tag hatte ich auch schon meinen ersten Schultag in der Sprachschule.

Insgesamt war ich vier Wochen da und die Sprachschule war einfach nur super! Ich hab mich gleich von der ersten Sekunde total wohl gefühlt und hatte am Ende das Gefühl, dass ich mein Spanisch wirklich deutlich verbessern konnte! Bevor ich nach Spanien kam, wurde durch ein Sprachtest mein Spanisch-Level ermittelt, um mich dadurch in eine Klasse einzuteilen. Ob Anfänger oder Fortgeschrittener, jeder findet da eine passende Klasse!

Der Unterricht an sich war toll und abwechslungsreich gestaltet und man hat mit Spaß viel gelernt! Außerdem hatte ich auch das Gefühl, dass die Lehrer selbst auch Spaß und Erfahrung beim Unterrichten hatten. Zudem hatte man durch einen bestimmten ZikZak Stundenplan immer verschiedene Lehrer und verschiedene Unterrichtszeiten, was ich auch sehr gut fand. 

Außerdem war die Schule sehr zentral und direkt in der Innenstadt gelegen, ich hatte einen Fußweg von 2 Minuten.

Außerdem gab es bei der Schule JEDEN Tag Aktivitäten, wie zum Beispiel Paella-Partys, Walking-Tours, Padel spielen, Ausfüge oder die Partys am Ende der Woche! Jede Woche gab es was Neues und so gut wie jede Aktivität war toll und gut organisiert ! Man hat jedes Mal viele nette Leute kennengelernt und man konnte sein Spanisch (sowie englisch ?) verbessern! Je nachdem, bei welcher Aktivität man mitmachen wollte, konnte man sich individuell bei der Rezeption von der Schule anmelden. 

Insgesamt war mein Eindruck von der Schule also super und man hat sich immer gut aufgehoben gefühlt. Sogar als meine Zeit bei der Sprachschule nach 4 Wochen vorbei war, durfte ich die weiteren 4 Wochen noch bei den Aktivitäten mitmachen!

An den Wochenenden gab es dann meistens Ausflüge zum Beispiel in eine nahegelegenen Stadt oder in einen Naturpark. Auch diese Ausflüge haben mir sehr gefallen und waren wunderschön. Die Betreuung war immer sehr gut und meistens war man nicht nur alleine mit der Sprachschule unterwegs sondern auch mit Erasmus Studenten oder ganz anderen Leute. So konnte man auch nochmal mehr neue Leute kennenlernen und sich austauschen :)

Mein Lieblingsausflug war der, zum Naturpark Albufera, wo wir mit Booten auf den See gefahren sind, um uns den Sonnenuntergang anzuschauen. Es war einfach nur so schön!

Nach dem vierwöchigen Sprachkurs, begann dann mein vierwöchiges Praktikum. Mein Praktikum war in einer Tennis Academy und ich habe mich zuvor sehr darauf gefreut, weil ich selber sehr gerne Tennis spiele und es perfekt gepasst hat!

Insgesamt fand ich das Praktikum am Ende okay. Es hat mir Spaß gemacht, aber hat dann zusammengefasst nicht ganz meinen Erwartungen entsprochen. Die meiste Zeit war es meine Aufgabe, Leute anzurufen, um Werbung für die Academy zu machen, was zwar ein gutes Training für mich selbst war, aber auch teilweise etwas langweilig und eintönig war. Außerdem habe ich Flyer und Videos selbst gestalten, was mit wiederum sehr viel Spaß gemacht hat! Leider konnte ich nicht, wie erwartet, mal beim Training oder Ähnliches auf dem Tennisplatz helfen, sondern hab nur im Büro oder auch sehr oft von Zuhause gearbeitet.

Zusammengefasst habe ich aber viel gelernt und auch wieder nette Menschen kennengelernt. Ich bin sehr froh, die Chance gehabt zu haben, dieses Praktikum machen zu dürfen und es war eine gute Erfahrung!

Was man natürlich auf keinen Fall vergessen sollte, ist der Strand! Zwar dauert es circa 30-40 Minuten bis man ihn von der Innenstadt aus erreicht, aber es lohnt sich jedes Mal! Er ist wunderschön und sehr lang. Selbst als es dann Ende November dann doch zu kalt war, um ins Wasser zu gehen, konnte man sich immer noch den wundervollen Sonnenuntergang (oder Sonnenaufgang) anschauen. Außerdem konnte man gut essen gehen, Beachvolleyball spielen oder eben im Meer baden. Es war toll!

Auch das Essen sollte man nicht vergessen ;) Neben der Paella (die übrigens auch ursprünglich aus Valencia kommt und super lecker ist), gab es natürlich die typischen spanischen Tapas! Es war immer sehr lecker und ein tolles Gefühl das Essen mit allen zu teilen und alles Probieren zu können. Sehr empfehlenswert! Genauso wie die Mini-Pizzen, die man auch untereinander teilt und zusammen mit Sangria gebracht werden! Auch das "Aqua de Valencia" oder die "Horchata", zwei typische Getränke Spaniens, sollte man probiert haben! 

Was man auch erwähnen muss sind die Häuser. Von außen sehen sie einfach nur so schön aus, ich hab es geliebt durch die Straßen zu gehen und sie mir anzuschauen und in den ersten Tag macht man einfach nur durchgehend Fotos. An die Häuser von innen muss man sich jedoch erstmal gewöhnen. Man hört, wenn man in seinem eigenen Zimmer sitzt, alles im Haus, weil die Häuser alle super hellhörig sind. Außerdem hab ich nach der ersten Woche mein Zimmer gewechselt, weil ich kein Tageslicht, sondern ein Zimmer zu einem Aufzugschacht hatte, jedoch war das insgesamt kein Problem und die Partnerorganisation EUROACE Vorort von GLS hat mir immer sehr schnell geholfen! Generell sind viele Zimmer zu kleinen Innenhöfen ausgerichtet, jedoch muss man sich darauf einfach einstellen und dann ist das auch okay!

Alle Menschen, die ich in meinen zwei WGs kennengelernt habe, waren immer sehr nett. In meiner zweiten WG waren wir insgesamt zu acht, die meisten waren Spanier, aber es gab auch Studierende aus den Niederlanden oder Irland. In der gemeinsamen Küche konnte man sich immer gut unterhalten und es war immer sehr schön nicht alleine zu sein!

Dann kam auch schon der Tag der Abreise und ich war sehr traurig! Ich hatte echt eine tolle Zeit und der Abschied von allen, die ich kennengelernt habe und Valencia war hart! Ich wollte gar nicht mehr Nachhause...

In meiner gesamten Zeit in Spanien hab ich mich immer sehr gut aufgehoben gefühlt und ich hatte mit GLS und der Partnerorganistion Vorort immer einen Ansprechpartner, der mir immer schnell geantwortet hat. Ich habe mich zu keiner Zeit alleine gefühlt!

Ich habe viele Erfahrungen gesammelt, mein Spanisch verbessert und tolle Freunde gefunden! Insgesamt war es also perfekt und ich würde sehr gerne wieder zurück nach Valencia kommen und ich bin mir auch sicher, dass ich das machen werde.

Also wie sagt man so schön als Verabschiedung auf Spanisch? Hasta luego und danke für die schöne Zeit! Ich kann die Sprachreisen bei GLS nur jedem empfehlen!