In den Sommerferien 2016 reiste ich mit meinem Freund für eine Woche nach Montpellier, um dort mit meinen über 30 Jahren zum ersten Mal einen Sprachkurs zu besuchen. Und so buchten wir gemeinsam einen einwöchigen Sprachkurs, um zu testen, ob uns dies überhaupt liegt, um es evtl. auch für einen geplanten Auslandsaufenthalt weiter in Betracht zu ziehen.
In den Sommerferien 2016 reiste ich mit meinem Freund für eine Woche nach Montpellier, um dort mit meinen über 30 Jahren zum ersten Mal einen Sprachkurs zu besuchen. Und so buchten wir gemeinsam einen einwöchigen Sprachkurs, um zu testen, ob uns dies überhaupt liegt, um es evtl. auch für einen geplanten Auslandsaufenthalt weiter in Betracht zu ziehen.
In Montpellier angekommen – wir reisten mit dem Auto an – bezogen wir ein privat gemietetes Appartement in der Nähe der Sprachschule (etwa 10 Gehminuten entfernt). Der Vermieter war sehr freundlich und berichtete uns über anstehende Veranstaltungen in der Stadt und gute Restaurants in der näheren Umgebung. Nachdem wir uns etwas eingerichtet hatten, liefen wir in die wirklich schöne Innenstadt, zum Place de la Comédie, DEM zentralen Platz Montpelliers, um dort gemeinsam mit den Franzosen das Endspiel der Fußballeuropameisterschaft zu sehen. Auf dem Weg dorthin liefen wir schon an der Sprachschule vorbei, in der wir am darauffolgenden Tag unseren Kurs beginnen würden. Leider gab es auf dem Place de la Comédie keine groß aufgestellte Leinwand, aber sämtliche Lokalitäten hatten Fernseher außen angebracht, so dass auch Passanten das Spiel live verfolgen konnten. Auch wenn das Spiel nicht zugunsten der Franzosen ausging, war es schön mit anzusehen und anzuhören, wie die Franzosen ihre Landsleute anfeuerten und lauthals die Marseillaise mitsangen.
Nach nur wenigen Stunden Schlaf – schließlich hatte das Fußballspiel 120 Minuten gedauert – liefen wir voller Spannung, aber auch etwas aufgeregt, zur Sprachschule. Wir wussten bislang nicht, in welche Kurse wir aufgrund des Onlinetests kommen würden und hatten lediglich per Mail die Info bekommen, dass wir uns um 8.00 Uhr an der Sprachschule einfinden sollten. Dort wurden wir bereits vor der Tür erwartet und erhielten kleine Zettel mit unserem Namen und der Kurszeit des heutigen Tages. Es stellte sich heraus, dass wir in unterschiedliche Niveaustufen eingeordnet wurden und so war mein Kurs im Hauptgebäude und mein Freund ging in ein etwas davon entfernt gelegenes Gebäude. In der Schule selbst saßen wir zunächst mit 8 Leuten und erhielten eine etwa einstündige Einführung in den Ablauf des Sprachkurses. Ebenso wurden die Möglichkeiten vorgestellt an den von der Sprachschule organisierten Veranstaltungen teilzunehmen, sowie die Computer und die Bücherei zum Selbststudium zu nutzen. Nachdem sich die Teilnehmer auch ein wenig vorgestellt hatten, wurden wir nacheinander herausgerufen und in unsere Kurse gebracht. Es stellte sich heraus, dass ich den B2 Kurs belegen würde. Dort traf ich zum Teil wieder auf neue, aber auch schon bekannte Gesichter aus der Infoveranstaltung. Der Kurs bestand aus 10 Teilnehmern, die aus ganz unterschiedlichen Ländern kamen. In meinem Kurs saßen drei Deutsche, ein Holländer, zwei Spanier, zwei Schweizer und zwei Österreicherinnen. Auch das Alter war sehr durchmischt, was mir sehr gut gefiel. Bei uns reichte die Spanne von 17 Jahren bis 47. Nachdem wir uns auch hier etwas vorgestellt hatten, begann unser Unterricht. Die Lehrerin „Yannick“, die uns sogleich das „Du“ anbot, stellte uns immer den Ablauf des Kurstages vor und war mit viel Engagement dabei. Auch wenn der grammatische Teil einen Großteil des Kurses insgesamt ausmachte, wurde der Unterricht doch methodisch und auch didaktisch sehr gut aufbereitet. Neben kleinen Partnerübungen, spielten wir in Kleingruppen, sahen Filmausschnitte und entwarfen ein Quiz. Natürlich fertigten wir zwischendurch auch schriftliche Arbeiten an, die von Yannick korrigiert und mit uns im persönlichen Gespräch oder auch im Plenum besprochen wurden, wenn die aufgetreten Fehler für alle von Bedeutung waren. Auch die Ausstattung in den Räumen war sehr gut, unser Raum verfügte neben einem Whiteboard über Laptops für jeden Schüler, einen Fernseher und eine Klimaanlage, die bei dem warmen Wetter oft zum Einsatz kam.
Da mein Freund und ich uns nur für den Standardkurs entschieden hatten, waren die Nachmittage zur freien Verfügung. Wir nutzen dies, um an die schönen Strände in der näheren Umgebung zu fahren (einige sind mit der Straßenbahn gut erreichbar), fuhren nach Carcasonne und sahen uns die Tour de France an, die genau in dieser Woche sowohl ein Ziel- als auch Startpunkt der großen Tour war. Sollte man kein Auto zur Verfügung haben, kann man als Kursteilnehmer aber auch gut an den abwechslungsreichen Angeboten der Sprachschule teilnehmen. Diese waren zum Teil kostenlos und wurden täglich vorgestellt. Ich selbst kann über die Angebote leider nichts sagen, da ich sie nicht in Anspruch genommen habe.
Insgesamt gesehen, hat der Kurs mir wirklich Spaß gemacht und mich wieder richtig ermuntert die Sprache für mich noch nicht aufzugeben. Mit Sicherheit werde einen weiteren Kurs buchen, wenngleich vielleicht auch auch in einer anderen Stadt, um diese auch kennenlernen zu können.